16.10.2009

Persönlichkeitstest - Kennen Sie Ihre natürlichen Stärken

Der Psychologe William Marston entwickelte 1930 das Performax System. Er ging davon aus, menschliches Verhalten könnte entsprechend der Reaktion einer Person auf eine günstige oder feindliche Umgebung eingeordnet werden. Zu Beginn der 60er Jahre entwickelte John Geier PhD, Professor für Verhaltenspsychologie und Kommunikation der Universität in Minnesota, eine Methode, um individuelle Unterschiede von Verhaltensweisen innerhalb kleiner Gruppen zu analysieren. Auf Marstons Arbeit aufbauend, entwickelte Geier eine Methode, die eine sofortige individuelle Anwendung ermöglicht. Das Ergebnis war ein heute anerkannter Test zur Darstellung von Persönlichkeitsprofilen. Millionenfach ausgeführt und unbestritten in der Ergebnisstruktur.

Warum ein Persönlichkeits-Profil?

Niemand würde sich mit einem Geländewagen auf den Nürburgring begeben oder mit einem Sportwagen über Stock und Stein rasen. Inwieweit jedoch eine bestimmte Persönlichkeitsstruktur zum jeweilig ausgeübten Beruf oder zu einer Aufgabe in der Öffentlichkeit passt, ist für viele Menschen eine unbeantwortete Frage.

Die genau beschreibbare „Erfolgspersönlichkeit“ gibt es nicht. So gibt es auch nicht den „richtigen“ Führungsstil oder die „optimale“ Methode. Erfolgreiche Menschen haben ihren ganz persönlichen Stil. Sie wenden Mittel und Methoden an und suchen Situationen, die genau zu ihnen passen. Diese Menschen versuchen nicht, Rollen zu spielen, in die sie nicht hineinpassen.

Was sind natürliche Fähigkeiten, Stärken und Schwächen?

Sie kennen Aussprüche wie „er ist ein Musik-Genie“ oder „sie ist stark in Mathematik“ oder „die geborene Sportlerin“. Hier handelt es sich um „natürliche“ oder „angeborene“ Fähigkeiten. Der eine will menschliche Nähe, der andere braucht Distanz. Der eine ist impulsiv und entscheidungsfreudig, der andere ist zögernd und sucht nach weiteren Alternativen, um die Entscheidungen abzusichern. Diese Eigenschaften werden uns teilweise ungefragt in die Wiege gelegt. Aus der Aufzählung wird schon deutlich, dass es sich dabei nicht nur um Stärken handelt.

Stärken werden bei Übertreibung zu Schwächen. Paracelsus sagte vor 400 Jahren: „Nichts ist Gift, und es gibt nichts, das nicht Gift ist. Nur die Dosis macht es zum Gift.“ Das heißt, wenn man eine Stärke bis ins Extrem ausschöpft, wird sie zur Schwäche.

Wer ein „Gespür“ für Menschen hat, wer schnell Kontakt findet und beliebt ist, kann sich über diese Stärken freuen. Die möglichen Schwächen hängen jedoch damit zusammen: Wenn der Kontakt zu eng wird, ist man oft im Netz persönlicher Beziehungen gefangen und damit menschlich erpressbar. Ziele werden oft harmonischen Beziehungen geopfert.

Die Stärke der Entschlussfreudigkeit ist nahe an der Schwäche der Voreiligkeit. Die Stärke einer natürlichen Autorität kann schnell in autoritäres Verhalten abgleiten. Die Stärke, perfekte Entscheidungen zu treffen, ist nahe an der Schwäche der Entscheidungsunfähigkeit, weil man sich für keine von zwei Möglichkeiten entscheiden kann.

Persönlichkeits-Profil und Gaben

Wer seine Begabungen herausfinden will, muss sich folgende Fragen stellen:

  • Was tue ich gerne?
  • Was tue ich gut?
  • Was schätzen andere an mir?

Wer die Antworten auf diese Fragen aufschreibt und immer wieder ergänzt, kennt schon eine ganze Menge Stärken. Sie haben viel mit der Kindheit zu tun. Ältere Kinder, die für jüngere sorgen mussten, neigen z. B. dazu, Führungsqualitäten zu entwickeln.

Wenn Sie versuchen, sich selbst zu erkennen, werden Sie vielfach belohnt

  • Sie bekommen Einblick in Ihre Möglichkeiten sowie Grenzen und lernen dadurch, Ihre Erfolge zu steigern und Misserfolge zu vermeiden. Stärken können ausgebaut werden.
  • Durch das Kennen lernen Ihrer Stärken werden Sie selbstsicherer. Wer sich kennt, kennt auch andere und wird damit sensibler für das Verhalten der anderen.
  • Ein Kennzeichen erfolgreicher Menschen ist es, dass sie ihre Stärken kennen und ganz sie selbst sind. Sie ahmen keine fremden Vorbilder nach, deren Stärken vielleicht ganz woanders liegen, sondern ihr Verhalten entspricht den Grundzügen ihrer Persönlichkeit.

Dort, wo Ihre Stärken sind, sollten Sie sich engagieren und Herausforderungen annehmen. Warum sich an dieser Stelle nicht auch fordern lassen? Schließlich geschieht die Herausforderung dort, wo Ihre Stärke liegt. Wenn Sie so gezielt Ihre Stärken einsetzen, entwickeln Sie sich in die Tiefe und nicht in die Breite. Dadurch werden Sie selbstsicherer und für Ihre Mitmenschen berechenbarer im Umgang.

Die ideale Aufgabe - Stärke und Situationen stimmen überein

Den schlechten Mitarbeiter, von dem wir so oft reden, gibt es nicht. Es gibt allerdings den Mitarbeiter der mit der falschen Aufgabe betraut wurde und deswegen keine zufrieden stellenden Ergebnisse liefern kann. Wenn Sie sich Ihre Stärken und die Situation in Ihrer Firma, in Ihrer Ehe und in anderen Lebensbereichen bewusst gemacht haben, dann wissen Sie plötzlich, wie viel Anerkennung Sie brauchen, um motiviert zu sein, und Sie wissen, wie viel Anerkennung der andere braucht. Vielleicht braucht der andere aber auch gar keine Anerkennung, sondern nur eine große Herausforderung durch Sie, oder er möchte einfach, dass Sie Zeit für ihn haben. Wenn Sie Druck ausüben, weil das Ihre Art ist, wird der eine Mitarbeiter nachgeben und ausweichen, ein anderer wird beherrschend und widerborstig werden, und ein dritter ist vielleicht persönlich beleidigt.

Je besser Sie also sich und andere mit ihren Stärken und Schwächen kennen, desto besser können Sie entscheiden, wie Sie sich selbst und andere zur optimalen Entfaltung bringen.
Wollen auch Sie Ihre Stärken und Schwächen kennen, um Ihr Persönlichkeitsprofil optimal zu gestalten? Dann machen Sie unseren Persönlichkeitstest – und erfahren Sie mehr über sich uns Ihr Können.